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Building Green 19.06.2024

20.06.2024

Geschrieben von Mareike Tölke

Fotos von Mareike Tölke


in PIAs treffen sich

Eine kleine Gruppe hat sich gestern auf der Green Building Messe in der Fischauktionshalle getroffen. Die Green Building ist eine Messe aus Kopenhagen, die das zweite Jahr in Hamburg stattfindet. Dieses Jahr unter dem Motto: „Act now!“ Es wurden zahlreiche Vorträge an zwei Tagen gehalten. Uns hat am Mittwoch vorallem der sehr visionäre, rebellische Vortrag von Prof. Dr. Michael Braungart zum nachdenken, neudenken, umdenken angeregt :

Titelthema: Gebäude wie Bäume, Städte wie Wälder, umfassende Qualität und Schönheit durch neue Geschäftsmodelle – cradle to cradle

Einige seiner Thesen zum Klimawandel und zum Thema Nachhaltigkeit aus seinem Vortrag möchte ich hier stichpunktartig auflisten:

-   Wir schützen nicht, wir können nur weniger zerstören!

-   Wollen wir schlechter als Bäume sein?

-   9 von 41 Smartphone Komponenten werden nur recycelt.

-   Wir brauchen ein anderes Baumaterial als Betonstahl.

-   Wir brauchen Gebäude, die länger als 30 Jahre halten, wie z.B. der Kölner Dom (hat keine seltenen und giftigen Materialien)

-   Wir brauchen Wärme aber nicht die Pumpen.

-   Gutes Beispiel: Rathaus Venlo

-   Nicht Kupfer kaufen, Kupfer leihen.

-   Wenn wir alle Klassenzimmer mit Teppichböden ausstatten würden, wäre die Lebenserwartung der LehrerInnen höher.

-   Machen Sie drei Dinge NEU im Gebäude z.B. Schmetterlinge züchten!

-   Wir können schon Fassaden herstellen die Feinstaub binden.

-   Es gibt bereits Teppichböden, die Feinstaub binden.

-   Holzbau ist wichtig aber nicht die Lösung.

-   Velux hat PVC freie Fensterrahmen entwickelt.

-   Gebäude machen, die das Wasser reinigen – ist möglich!

-   Verschanzt Euch nicht hinter Vorschriften und Gesetze von Behörden!

-   Prof. Dr. Braungart hilft dabei, er bietet uns seine Zeit um ihm Fragen zu stellen. Er braucht von uns den Gestaltungswillen.

-   NEU – im Sinne von bisher noch nie gemacht!

-   Taktik Ansatz: Dem Bauherrn cradle to cradle vorenthalten (ist noch zu früh) – dann wollen Sie es haben – Kinder denen man Schokolade vorenthält wollen Sie um so mehr haben.

-   Weg von dem Begriff Klimaneutral – der Mensch ist nicht klimaneutral – er atmet pro Tag mindestens 1kg Kohlendioxid aus (beim Sport noch mehr)

-   „Wir können effektiv sein und weniger zerstören, lassen Sie uns den Menschen anschauen und sagen: schön, dass Du da bist!“

Im Anschluß fand eine Podiums Diskussion statt.

Es waren ca. 100 Aussteller mit Produkten und neuen Konzepten vertreten.

z.B. Ein dänischer Möbelhersteller mit Altholzmöbeln aus alten Hafen Bauholz,

ausserdem, Karoline Habt – Prozessbegleiterin für zirkuläres Bauen,

sowie die HCU mit Untersuchungen zum Verbundverhalten von Holz mit einer Pilzmyzel Matrix.

Auf dem Außen Gelände stand ein Tiny House, in dem wir innegehalten haben und zwischen dem Messetroubel und dem Netzwerken eine energetische Pause eingelegt haben, zudem gab es draußen Foodtrucks und köstlichen Cappuchino, den wir bei Sonnenschein und bestem Blick auf’s Wasser genießen konnten und auch mit Neu- interessierten ins Gespräch kamen und zu unseren nächsten Veranstaltungen einladen konnten.

Wer heute noch die Zeit findet – Die Green Building lohnt sich und macht Spaß!







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