Nichts Neues am Montag – Zirkuläres Bauen
- PIA
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geschrieben von Eva Sebrowski
Im Urbaneo – Junges Architekur Zentrum in der Hafencity fand am Montag 17.08.26 die letzte von 4 Veranstaltungen der Reihe „Nichts Neues am Montag“ statt. Teil des Architektur Sommers und begleitend zur Ausstellung „Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand“. Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Zusammenarbeit mit dem Urbaneo, Architects4Future und PIA – Women in Architecture e.V.
Gäste des Abends waren:
Sybille Mai von EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer, https://www.epea.com/
Karoline Habt - Prozessbegleiterin für zirkuläres Bauen, https://www.karolinehabt.de/
Marius Mandery von Schrott bewahre Hamburg, https://www.schrottbewahre.de
Viktor Hasselbring von Concular, https://concular.de/
Alle Vier haben sich kurz vorgestellt und ihre Ansätze zum zirkulären Bauen erläutert von
der Erforschung welche Produkte recyclebar sind und welche Recycling-Möglichkeiten es gibt und wie viele Facetten zirkuläres Bauen haben kann (EPEA),
über die beratende Begleitung von Karoline Habt über den kompletten Bauprozess von der Planung über die Herstellung hinaus und mit allen am Bau Beteiligten
über die Wiedernutzung von Materialien bei Schrott bewahre (nicht nur für den Baubereich, sondern z.B. auch viel im Kulturbereich)
oder den Aufbau von Urban Mining Hubs bei Concular. Hier auch sehr interessant, dass man sich vor allem auf bestimmte Bauteile konzentriert, damit dass Unternehmen sich auch rechnet wie z.B. Türen und Zargen, Fenster und Glaselemente, Bodenbeläge (Parkett, Naturstein, Teppich), Stahlträger und Metallkonstruktionen etc.
Gut wäre es, wenn es mehr Unternehmer gäbe, die sich nur auf einzelne wiedernutzbare Materialien konzentrieren würden, da das Wissen über die Nutzung vieler verschiedener wiederverwendeter Materialien zu komplex ist und sich so das Wissen aufteilen würde. Zum Beispiel nur der Handel mit gebrauchten Stahltüren und ein anderes Unternehmen würde wiederum nur mit gebrauchten Ziegeln handeln usw.
Interessant ist auch die „Initiativen für Materialkreisläufe“ https://material-initiativen.org/, die ein Netzwerk von Initiativen wie Schrott bewahre und Hanseatische Materialverwaltung auflistet, die Materialien nach Messetagen, Filmdrehs, Theateraufführungen usw. rettet und weitervermittelt, so dass diese nicht auf dem Müll landen.
Wer sich für das Thema interessiert: Karoline Habt hat in Kooperation mit der ZEBAU GmbH die Exkursionsreihe „Zirkuläres Bauen in Hamburg“ organisiert, die u.a. bei Schrott bewahre am 7. September stattfindet.
Mich hat der Abend sehr positiv gestimmt, ich fand die Vorträge und das ausgiebige Fachgespräch mit dem Publikum zu Themen wie Gewährleistungen, Wirtschaftlichkeit, Materialzulassungen etc. sehr inspirierend und motivierend und bin schon sehr gespannt wie die Entwicklungen beim zirkulären Bauen voranschreiten.




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