Ausstellung
„Nichts Neues-Besser
Bauen mit Bestand“

WIR SIND
VERANSTALTER:



Wie bauen wir weiter, wenn schon alles da ist?
Zum 11. Hamburger Architektur Sommer 2026 holen wir gemeinsam mit Architects for Future Hamburg und dem Urbaneo – Junges Architektur Zentrum die Ausstellung „Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand“ aus dem Deutschen Architektur Museum DAM, Frankfurt am Main nach Hamburg.
Die Ausstellung wird im Urbaneo nicht einfach gezeigt – sie wird weitergedacht.
Denn Bauen im Bestand ist kein Nischenthema für Fachkreise, sondern eine zentrale Zukunftsfrage unserer Stadt, die alle betrifft.
Statt Hochglanz-Modellen hinter Glas gibt es hier Modelle zum Weiterbauen.
Statt Abstand: Mitmachen.
Statt Angucken: Ausprobieren, Umbauen, Neu-Denken.
Mit Projekten wie dem Gängeviertel, PARKS (Alster-Bille-Elbe PARKS), der Sanierung von Kampnagel oder dem Gröninger Hof werden Hamburger Perspektiven gezeigt und diskutiert. Die Ausstellung wird so zur lokalen Bestandsaufnahme.
Begleitend entsteht ein vielfältiges Programm aus interaktiven Workshops, Rundgängen, Besichtigungen und Vorträgen. Themen wie zirkuläres Bauen, Handwerk, soziale Fragen der Baubranche und nachhaltige Stadtentwicklung werden dabei nicht getrennt voneinander gedacht, sondern miteinander verknüpft.
So wird die Ausstellung zu einem Raum, an dem Generationen, Professionen und Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam fragen:
Wie wollen wir weiterbauen, wenn wir eigentlich schon alles haben?
DANKE an unsere Sponsoren



Rückblick
Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand
Ein Rückblick auf die Ausstellung und die Podiumsdiskussionen „Nichts Neues am Montag“
Wie bauen wir weiter, wenn eigentlich schon alles da ist?
Mit dieser ebenso einfachen wie grundlegenden Frage beschäftigte sich die Ausstellung „Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand“, die im Rahmen des 11. Hamburger Architektur Sommers 2026 von PIA – Women in Architecture e.V., Architects for Future Hamburg und dem Urbaneo – Junges Architektur Zentrum nach Hamburg geholt wurde.
Die ursprünglich vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) entwickelte Ausstellung wurde für Hamburg weitergedacht und um lokale Beispiele ergänzt. Statt ausschließlich fertige Projekte zu präsentieren, entstand ein lebendiger Ort des Austauschs, des Mitmachens und der Diskussion über die Zukunft des Bauens.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der vorhandene Gebäudebestand als wertvolle Ressource verstanden werden kann. Anhand Hamburger Beispiele – darunter das Gängeviertel, Kampnagel, der Gröninger Hof oder die PARKS-Initiative – wurde deutlich, dass nachhaltige Stadtentwicklung nicht zwangsläufig Neubau bedeutet, sondern häufig im intelligenten Weiterbauen, Umnutzen und Erhalten liegt. Begleitende Workshops, Führungen und Mitmachangebote machten die Ausstellung zu einem Ort, an dem Fachwelt, Politik, Studierende und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kamen.
Ein besonderer Bestandteil des Programms war die vierteilige Gesprächsreihe (Podiumsdiskussionen) „Nichts Neues am Montag“, die an vier Sommermontagen aktuelle Herausforderungen und Chancen des Bauens im Bestand aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtete.
Den Auftakt bildete am 8. Juni die Diskussion „Versteckter Wohnraum“. Gemeinsam mit Vertreter*innen des Kollektivs Vonwegenleer, Nathanael Over („Die Wohnwende“), Ali Mir Agha, Dominik Lorenzen sowie Erika Mierow wurde darüber diskutiert, ob Hamburg tatsächlich unter Wohnungsmangel leidet oder vielmehr vorhandene Flächen besser genutzt werden könnten. Im Mittelpunkt standen Fragen nach leerstehenden Büroflächen, ungenutztem Wohnraum, Flächengerechtigkeit und der Verbindung von Wohnungs- und Klimapolitik. Die Diskussion machte deutlich, dass Lösungen häufig bereits im Bestand liegen und neue Strategien für dessen Nutzung erforderlich sind.
Am 29. Juni widmete sich die zweite Veranstaltung den Genehmigungsprozessen im Bestand. Im Fokus standen die oftmals komplexen rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen, die Umbauten und Sanierungen erschweren. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Veränderungen notwendig sind, damit nachhaltiges Weiterbauen künftig einfacher und schneller möglich wird und wie bestehende Regelwerke besser an die Anforderungen des klimagerechten Bauens angepasst werden können.
Die dritte Ausgabe am 27. Juli stand unter dem Titel „Materiallabor Bauwende“. Vertreter*innen des Studio Frugal Bauen, Maire Cordts (MYCO+) sowie Samuel Barckhausen zeigten eindrucksvoll, wie Materialinnovationen, regionale Baustoffe, traditionelle Bauweisen und neue Forschungsansätze zusammengedacht werden können. Diskutiert wurde, wie sich Ressourcenverbrauch reduzieren lässt und welche Rolle Einfachheit, Materialbewusstsein und neue Baukulturen für die Transformation des Bauens spielen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass nachhaltiges Bauen oft nicht mehr, sondern weniger Komplexität erfordert.
Den Abschluss bildete am 17. August die Podiumsdiskussion „Zirkuläres Bauen“. Gemeinsam mit Expert*innen von Concular, Schrott Beware, EPEA, buildcircular.hamburg, der Bauteilbörse Bremen sowie Karoline Habt wurden Wege aufgezeigt, wie Materialien länger genutzt, wiederverwendet und in geschlossenen Kreisläufen gedacht werden können. Dabei wurde deutlich, dass zirkuläres Bauen nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem ein kultureller Wandel ist – weg vom linearen Verbrauch, hin zu einer Bauwirtschaft, in der Materialien dauerhaft ihren Wert behalten.
Die Podiumsdiskussionen zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Perspektiven auf das Bauen im Bestand sein können und wie wichtig der Dialog zwischen Architektur, Forschung, Handwerk, Politik und Zivilgesellschaft ist. Gerade diese Vielfalt machte „Nichts Neues am Montag“ zu einem zentralen Bestandteil des Hamburger Architektur Sommers.
Unser besonderer Dank gilt allen Referentinnen, Moderatorinnen, Besucher*innen sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die diese Veranstaltungsreihe mit ihrem Engagement möglich gemacht haben.
Ebenso bedanken wir uns herzlich bei unseren Sponsoren und Förderpartnern, deren Unterstützung wesentlich zum Gelingen der Ausstellung und des umfangreichen Begleitprogramms beigetragen hat. Ohne dieses Engagement wäre ein Projekt dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.
Mit der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen wurde deutlich: Die Bauwende beginnt nicht erst mit neuen Gebäuden – sie beginnt mit einem neuen Blick auf das, was bereits vorhanden ist.
Mit dem Ende des 11. Hamburger Architektur Sommers 2026 ist zwar ein inspirierender Veranstaltungssommer zu Ende gegangen – die Auseinandersetzung mit dem Bauen im Bestand geht jedoch weiter. Aufgrund des großen Interesses bleibt die Ausstellung „Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand“ im Urbaneo – Junges Architektur Zentrum über den Architektur Sommer hinaus bestehen und wurde bis zum 31. März 2027 verlängert. Damit bietet sie auch in den kommenden Monaten Gelegenheit, sich mit den Themen Umbauen, Weiterbauen und Ressourcenschonung auseinanderzusetzen und die Ausstellung sowie ihre interaktiven Stationen zu erleben.
Wir freuen uns daher sehr, auch nach dem offiziellen Ende des Architektur Sommers weiterhin zahlreiche Besucher*innen im Urbaneo begrüßen zu dürfen. Wer die Ausstellung bisher noch nicht gesehen hat oder sie erneut besuchen möchte, hat dazu noch bis 31. März 2027 Gelegenheit
Weitere Informationen: (https://www.urbaneo.de/kalender)






















